Hotel Amenities Verpackungen: Überlegungen zu einer umweltfreundlichen Wahl

Der Inhalt in Kürze

  • Hotel Amenities aus Plastik sind zu einem ernstzunehmenden Problem für die Umwelt geworden
  • Alternativen sind verfügbar, sowohl für die Amenities als auch für deren Verpackung
  • In diesem Artikel betrachten wir die verschiedenen Verpackungsalternativen: Bioplastik, Steinpapier, weißes Papier und Kraftpapier
  • Die Alternativen werden im Bezug auf umweltfreundliche Herstellung und Entsorgung, der Gastwahrnehmung und der Kosteneffektivität verglichen
  • Wir kommen zu dem Schluss, dass Kraftpapier und Steinpapier die besten Eigenschaften bieten, wobei Bioplastik abhängig von der Materialzusammensetzung bewertet werden muss

Hotel Amenities - Segen und Fluch zugleich

Amenities in Hotelzimmern sind ein fester Bestandteil der Gasterfahrung in hochklassigen Hotels. Obwohl sie das Leben der Gäste erleichtern, sind sie auch zu einem Problem für die Umwelt geworden. Und damit für die Industrie. Und damit auch für die Industrie. Plastikabfälle von Hotel Amenities landen häufig in Mülldeponien, oder schlimmer noch: in der Natur. Es ist bekannt, dass Plastik, wenn er nicht recycelt wird, Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte braucht, bis es sich zersetzt. Hinzu kommt, dass bei der Zersetzung schädliche Mikroplastik-Partikel freigesetzt werden. 

Im Zuge der steigenden Wahrnehmung von Reisenden und Regierungen, unternehmen immer mehr Hotels Schritte zur Bekämpfung des Plastikproblems. Der erste Schritt ist dabei üblicherweise die Abschaffung von kleinen Kostmetikfläschchen. Kleine Hotels und größere Ketten, wie beispielsweise Marriott, haben begonnen, auf größere Spender umzustellen.

Hotel cotton swabs
Foto von Sharon Mccutcheon

Neben den Kosmetikfläschchen gibt es jedoch noch eine Reihe weiterer Amenities bei denen der Weg zu einer umweltfreundlichen Lösung weniger offensichtlich ist. Dies sind Amenities wie zum Beispiel Wattestäbchen, Wattepads und Duschhauben, die typischerweise im Zimmer bereitliegen. Hinzu kommen Amenities, die oft nur auf Anfrage angeboten werden, wie zum Beispiel Kämme, Zahnbürsten und Rasierer.

All diese Gegenstände sind oft für den einmaligen Gebrauch gedacht. Ein Weg zur Reduzierung des Verbrauchs ist es, weniger Amenities anzubieten. Allerdings sind oft weder der Gast noch die Hotels bereit, Amenities ganz abzuschaffen. In einigen Fällen erfordert es auch der Hotel-Standard oder eine Sterneklassifizierung, dass Amenities zur Verfügung stehen.

Die andere Alternative ist es, umweltfreundlichere Amenities auszuwählen. Für viele Gegenstände gibt es umweltfreundliche Alternativen aus Bambus oder anderen natürlichen Materialien. Dies ist ein Thema für sich. In diesem Artikel wollen wir jedoch die Verpackung der Amenities näher betrachten. Oft sind die Plastikverpackungen mindestens genauso eine Belastung für die Umwelt wie die Gegenstände in der Verpackung.

Bei den Verpackungen sind in den letzten Jahren eine Reihe von Optionen verfügbar geworden. Diese reichen von Bioplastik bis Steinpapier und die Anzahl der Möglichkeiten alleine kann oft Kopfschmerzen verursachen. Den Dschungel an Optionen zu durchschauen wird zunehmen schwieriger. In diesem Artikel möchten wir ein Orientierung hierzu geben.

Was ist wichtig aus der Hotel-Perspektive?

Bevor eine Einschätzung vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll, mögliche Kriterien bei der Bewertung zu betrachten. Aus unseren Gesprächen mit Hotel, gehen 5 Kriterien hervor, die besonders relevant sind. Die ersten beiden mit direktem Bezug zur Umweltfreundlichkeit.

1. Umweltfreundliche Entsorgung. Was passiert mit der Verpackung nachdem sie im Müll landet?

Die Frage ist nicht trivial wenn man bedenkt, welche Probleme bei der Entsorgung von Plastik auftreten. Die Müll-Entsorgung unterscheidet sich stark von Hotel zu Hotel, abhängig von Arbeitsabläufen und Infrastruktur. Daher betachten wir in der Regel alle möglichen Szenarien der Entsorgung. Im besten Fall wird der Abfall den den richtigen Recyling-Strom gelenkt. Im schlimmsten Fall endet der Abfall letztendlich in der Natur. Da nach wie vor ein großer Anteil Müll an überforderte Entwicklungsländer exportiert wird, ist dieses Szenario wahrscheinlicher als viele denken.

In der Diskussion um Müll-Entsorgung gibt eine eine Reihe von Behauptungen, die zu Verwirrung führen. Eine davon wird durch den Betriff “kompostierbar” geprägt. “Kompostierbar” lässt viele erwarten, dass das Material in den Garten-Kompost geworfen werden kann und sich dort in kurzer Zeit natürlich zersetzt. Einige Materialien sind tatsächlich im häuslichen Kompost kompostierbar. Allerdings erfordert der Großteil der sogenannten “kompostierbaren” Stoffe sehr spezifische Bedingungen zum biologischen Abbau. Diese bestehen in der Regel nur in industriellen Kompostieranlagen, wo sie meistens nicht enden.

2. Ressourcenbedarf: Was ist notwendig um die Verpackung herzustellen?

Dieser Teil wird oft vernachlässigt in der Diskussion zu umweltfreundlichen Verpackungen. Der Gold-Standard ist, so wenig Ressourcen wie möglich zu verwenden und dabei erneuerbare Ressourcen zu verwenden wenn immer möglich. Einige Verpackungen haben ihre Stärke bei der Entsorgung, aber verbrauchen verhältnismäßig viele Ressourcen. Beide Aspekte sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

3. Kommunikation: Nimmt der Gast war, dass die Verpackung umweltfreundlich ist? 

Im Sinne der Umwelt ist diese Kriterium nicht direkt relevant. Viele Hoteliers haben eine Motivation aus Überzeugung, möglichst umweltfreundlich zu handeln. Dennoch ist es oft zumindest teilweise der Hotelgast oder die Regierung, die umweltfreundliches Verhalten fordern. Damit unterstützt umweltfreundliches Verhalten auch wirtschaftliche Interessen der Hotels. Auch wenn dieses Motiv nicht die Umwelt an sich in den Mittelpunkt stellt, kommt es doch letztendlich der Umwelt zugute. Amenities sind ein Aspekt, der es Hotels ermöglicht, dies zu erreichen. Sie sind sichtbar für den Gast und prägen das Image des Hotels. Umso wichtiger, dass die Verpackungen tatsächlich umweltfreundlich sind.

4. Gast-Komfort: Beeinfluss es das Nutzer-Erlebnis des Gastes?

Umweltfreundliches Verhalten ist wichtig. So aber auch die Erfahrung des Gastes bei der Nutzung von Amenities. Die meisten Hotels sind nicht bereit, hier Einschnitte zu machen. Gäste in hochklassigen Hotels werden zuweilen misstrauisch wenn sie den Eindruck bekommen, dass Hotels “Nachhaltigkeit” als Vorwand nutzen, um auf Kosten des Gastes zu sparen. Daher ist die Wahrnehmung des Gastes ein wichtiger Bestandteil des Entscheidungsprozesses.

5. Kosten: Erhöhen sich die Kosten?

Selbstverständlich ist Kostenkontrolle auch bei umweltfreundlichen Amenities ein Thema. Die gute Nachricht ist, dass Reisende bereit sind, mehr für umweltfreundliche Unterkünfte zu bezahlen. In einer Befragung durch Nielsen, gaben 73% der Millennials weltweit an, dass sie bereit sind, mehr für Angebote von Firmen zu bezahlen, die sich für einen positiven Einfluss auf die Umwelt einsetzen. Somit können sich positive Auswirkungen auf die Umsätze von Hotels ergeben, entweder durch eine höhere Zimmerrate oder durch höhere Auslastung. Dennoch sollten die Kosten für umweltfreundliche Amenities nicht oder zumindest nicht überproportional steigen. Viele Hotels bieten daher weniger Amenities auf dem Zimmer an und akzeptieren für die verbleibenden Amenities leicht höhere Kosten.

Welche Optionen gibt es für umweltfreundliche Verpackungen von Hotel Amenities?

Bioplastik

Sind Sie verwirrt durch den Begriff “Bioplastik”? Wenn ja, sind Sie nicht die einzigen. Es scheint als seien tausende von Bioplastik-Stoffen im Umlauf. Viele mit unterschiedlichen Behauptungen und Eigenschaften was Abbaubarkeit betrifft.

Bioplastik hat üblicherweise eine oder beide der folgenden Eigenschaften: 

  1. Sie sind aus Biostoffen hergestellt: Das heißt, nachwachsende Rohstoffe werden für die Herstellung verwendet. Dies sind in der Regel Maissträke, Weizenstärke, Fette oder recycelte Essensreste. Oft fallen diese Stoffe in die Kategorie der polylactic acids (PLA). Diese Stoffe sind nicht zwingend schneller abbaubar als konventionelles Plastik. 
  2. Sie sind biologisch abbaubar: Das ist, sie zersetzen sich schneller, entweder durch eine intelligente Mischung aus nachwachsenden Resourcen oder durch die Zugabe von Additiven, die Plastik schneller abbaubar machen.

Leider ist aktuell eine der beiden Eigenschaften ausreichend, um einen Stoff “Bioplastik” zu nennen. Bioplastik kann aus natürlichen Rohstoffen hergestellt sein, ohne das es abbaubar ist. Es kann aber auch aus fossilen Stoffen hergestellt sein und abbaubar sein. Oder eben aus natürlichen Rohstoffen und abbaubar.

Um die Sache noch komplizierter zu machen, handelt es sich bei vielen Stoffen um ein Gemisch aus Bioplastik und konventionellem Plastik. Interessant ist auch, dass aktuell in vielen Fällen eine Mischung besser sein kann als 100% biobasierter Kunststoff. Der Grund dafür ist, dass diese Misch-Stoffe oft auch im regulären Recylcing-Strom recyclet werden können. 100% Bioplastik hingegen kann mitunter problematisch sein wenn es in Recycling-Anlagen für reguläres Plastik landet.

1. Umweltfreundliche Entsorgung

Gegeben der großen Unterschiede bei verschiedenen Bioplastik-Stoffen wäre ein allgemeines Urteil nicht gerecht. Daher ist es wichtig, dass bei Bioplastik immer berücksichtigt wird, wie lange der biologische Abbau dauert und unter welchen Umständen. 

Leider können die meisten Biokunststoffe nicht auf dem Kompost-Haufen entsorgt werden. Sie zerfallen nur unter sehr spezifischen Umständen im Bezug auf Licht, Temperatur und Feuchtigkeit. Und somit meist nur in industriellen Kompostieranlagen. Hierbei gibt es jedoch zwei Problem. Erstens, industrielle Kompostieranlagen sind in vielen Ländern nicht weitläufig verfügbar. Und zweitens, in Hotels ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bioplastik separat entsorgt wird, enorm klein. Daher ist Bioplastik in den meisten Fällen trotzdem ein Problem – insbesondere wenn es in Recycling-Anlagen für reguläres Plastik endet.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass einige Bioplastik-Stoffe tatsächlich im heimischen Kompost entsorgt werden können. In Europa, stellt der TÜV Österreich OK compost home Label aus. Dieses setzt voraus, dass ein Stoff vollständig biologisch abbaubar ist unter Berücksichtigung spezifischer Anforderungen im Gartenkompost. Sollten Bioplastik-Stoffe zum Einsatz kommen, sollten die Bedingungen des Hotels und die Eigenschaften der Stoffe stets berücksichtigt werden.

2. Ressourcenbedarf

Wie erwähnt, gibt der Begriff “Bioplastik” nicht direkt Aufschluss darüber, ob der Stoff aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt wird. Wenn das Material aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt wurde, ist dies allgemein umweltfreundlicher als herkömmliches Plastik. Doch wenn Pflanzen genutzt werden, die andernfalls als Nahrung gedient hätten, ist die Entscheidung weniger eindeutig. In jedem Fall ist es wichtig, die Details zum genutzten Bioplastik zu kennen.

3. Kommunikation

Da Bioplastik visuell kaum oder nicht von konventionellem Plastik zu unterscheiden ist, ist es schwierig für den Gast auf den ersten Blick zu sehen, ob die Verpackung umweltfreundlich ist oder nicht. Immer mehr Gäste sind irritiert über die Vielzahl verschiedener Bioplastik-Arten und ob die Materialien wirklich umweltfreundlicher sind. Dies macht es noch wichtiger, die richtigen Materialien auszuwählen und klar und transparent zu kommunizieren.

4. Gast-Komfort

Die Beschaffenheit von Bioplastik kommt konventionellem Plastik sehr nahe. Daher bleibt der Gast-Komfort in den meisten Fällen unbeeinflusst. Bei einigen Materialien ist der Stärke sichtbar oder die Verpackung nicht so transparent wie bei konventionellem Plastik. Insgesamt ist der Unterschied jedoch verhältnismäßig klein.

5. Kosten

Wie zuvor, ist auch hier eine Einschätzung aufgrund der Vielzahl von Stoffen schwierig. Bioplastik mit einem kleinen Anteil von Stärke kann dem Preis von herkömmlichen Plastik nahe kommen. Zertifizierte industriell kompostierbare Verpackungen sind oft leicht teuerer als Plastik, jedoch meist günstiger als andere umweltfreundliche alternativen. Die Herausforderung besteht darin, bei der Vielzahl an Bioplastik-Optionen, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu finden.

Steinpapier

Steinpapier ist seit einigen Jahren als Alternative zu Papier im Gespräch. Wie der Name andeutet, ist der Hauptbestandteil des Materials Calciumcarbonat, eines der weitläufig auf der Erde verfügbaren Stoffe. Steinpapier ähnelt Papier ohne dass Holz einer der Inhaltsstoffe ist. Steine werden zu feinem Puder gemahlen und machen etwa 80% des Produkts aus. Niemand ist perfekt – und so braucht auch Steinpapier etwas Hilfe von der Plastikfraktion um das Steinpapier zu binden. In diesem Fall ist es  In this case, it is combined with hoch verdichtetes Polyethylene (HDPE), ein Plastik das aus den Nebenprodukten von Erdgas gewonnen wird. HDPE ist dasselbe Materials, dass auch für Milchverpackung und Shampooflaschen verwendet wird. Steinpapier fühlt sich ein bisschen wie Papier an, aber auch ein bisschen wie Plastik. Ein Vorteil ist, dass es wasserabweisend ist.

1. Umweltfreundliche Entsorgung

Trotz des HDPE Inhalts, ist Steinpapier bei diesem Aspekt deutlich besser aufgestellt als Plastik. HDPE kann unter dem Recylingcode 2 recycelt werden. Das erfordert, dass es letztendlich weder im Restmüll, noch im Papiermüll landet. Laut Herstellern von Steinpapier, können Müllanlagen den Unterschied zwischen Steinpapier und Papier erkennen und es in den Typ 2 Recylingstrom lenken. Jedoch ist das Risiko recht hoch, dass Steinpapier im Restmüll landet, da viele Hotels Müll auf Zimmern nicht trennen. Hier geben Hersteller von Steinpapier an, dass bei der Verbrennung des Materials keine schädlichen Gase freigesetzt werden. Sollte Steinpapier trotz aller Vorsicht im Ozean enden, ist der Plastikanteil zumindest kleiner als bei konventionellem Plastik. Obwohl der Begriff “Steinpapier” die Tatsache verdeckt, dass 20% HDPE in ihm stecken, ist es doch deutlich umweltfreundlicher als Plastikverpackungen.

2. Ressourcenbedarf

Da Calciumcarbonat 80% des Produkts ausmacht, ist Steinpapier hier durchaus vorteilhaft. Die Produktion erfordert auch weniger Chemikalien und Wasser als die Herstellung von Papier.

3. Kommunikation

Hier ist Seinpapier besser als Plastik aber nicht ideal im Vergleich zu Papier. Die weiße Farbe lässt nicht direkt auf die umweltfreundliche Intention schließen. Es ist leicht mit Papier zu verwechseln oder sogar mit beschichtetem Papier. Daher sollte die Nutzung von Steinpapier mit entsprechender Kommunikation auf der Verpackung einhergehen.

4. Gast-Komfort

Steinpapier ist stabiler als Papier und zudem Wasserresistent und somit recht ähnlich zu Plastik in seinen Eigenschaften. Daher verändert sich der Gast-Komfort kaum. Ein Unterschied ist, dass Steinpapier üblicherweise als Sachet-Verpackung auftritt, nicht als Box. Jedoch verändert dies die Gast-Erfahrung kaum.

5. Kosten

Im Vergleich zu Plastik ist Steinpapier etwas teurer in der Herstellung. Jedoch ist es teilweise günstiger als Papier und Kraftpapier.

Weißes Papier

Klassisches weißes Papier braucht kaum eine weiterführende Erläuterung. Bei Amenities wird es oft als Karton oder als dünnes Sachet eingesetzt. In der Regel werden bei der Herstellung Zellulose-Fasern aus Holz gelöst und dann zu Zellstoff verarbeitet. Der Zellstoff wird dann mit Wasser zusammen maschinell zu Papier verarbeitet.

1. Umweltfreundliche Entsorgung

Papier hat bei diesem Kriterium einen klaren Vorteil. Wenn es korrekt entsorgt wird, kann es in der Regel mehr als einmal recycelt werden. Wenn es verbrannt wird, werden keine schädlichen Abgase freigesetzt. Sollte es in der Natur enden, insbesondere im Meer, zersetzt es sich verhältnismäßig schnell und ist für Meeresbewohner weniger schädlich. Außerdem wird das Wasser nicht durch schädliche Mikropartikel verschmutzt. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Papier manchmal mit Plastik kombiniert wird. Zunächst wirkt Papier plus Plastik besser als reines Plastik. Das ist aber oft nicht der Fall. Verbundstoffe sind häufig schwieriger oder gar nicht recycelbar.

2. Ressourcenbedarf

Der Ressourcen-Verbrauch von Papier ist nicht ideal, da Wasser und Holz als wichtige Ressourcen notwendig sind. Wichtig ist hier, dass die Wälder, aus denen das Holz stammt, nachhaltig bewirtschaftet werden. Labels, wie zum Beispiel das FSC-Label zeigen an, ob Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Zusätzlich ist die weiße Farbe des Papiers ein Faktor, das Papier weniger umweltfreundlich macht. Weiß ist nicht die natürliche Farbe von Holzfasern, sodass ein zusätzlicher Bleichprozess notwendig ist.

3. Kommunikation

Weißes Papier wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht als sonderlich umweltfreundlich wahrgenommen. Zu oft wird eine weiße Papierbox mit einem Plastik-Sachet kombiniert. Wenn die weiße Papierbox mit einem weißen Papier-Sachet ohne Plastik kombiniert wird, nehmen aufmerksame Gäste dies war. Allgemein sind weißt Papierboxen dennoch schwieriger als umweltfreundlich zu. vermitteln als Steinpapier oder Kraftpapier. Dies erfordert aktive Kommunikation und Erklärungen.

4. Gast-Komfort

Weißes oder farbiges Papier wirkt elegant und ist bereits heute oft im Einsatz. Daher ist keine negative Veränderung des Gast-Komforts zu erwarten.

5. Kosten

Wenn ein Papier-Sachet anstatt eines Plastik-Sachets genutzt wird, kostet dies in der Regel mehr. Allerdings sind die meisten Hotels bereit, etwas mehr zu bezahlen, vor allem wenn das Papier aus nachhaltigen Quellen stammt.

Kraftpapier

Kraftpapier hat eine braune Farbe und die Fasern sind oft sichtbar in der Struktur des Papiers. Das Papier ist in der Regel etwas robuster als andere Papierarten. Ein wichtiger unterschied ist, dass Kraftpapier keinen Bleichprozess durchläuft, wie es für weißes Papier der Fall ist. Auch beinhaltet es häufiger recycelte Fasern.

1. Umweltfreundliche Entsorgung

Genauso wie weißes Papier, hat Kraftpapier große Vorteile bei der Entsorgung. Es kann recycelt werden wenn es ordnungsgemäß in der Papierentsorgung landet. Gleichzeitig ist die Verschmutzung gering wenn es im Restmüll landet. Selbst wenn es in der Natur endet, ist die Auswirkung von Kraftpapier gering im Vergleich zu. anderen Stoffen.

2. Ressourcenbedarf

Wie auch das weiße Papier, hat Kraftpapier eine leichte Schwäche beim Verbrauch von Holz und Wasser. Jedoch ist die Möglichkeit der Beimischung von recycelten Fasern hilfreich. Auch hier gilt: das Holz für das Papier sollte idealerweise aus nachhaltigen Quellen stammen. Anders als bei weiße Papier benötigt Kraftpapier keinen Bleichprozess.

3. Kommunikation

Durch die braune Verpackung können Gäste unmittelbar sehen, dass Hoteliers sich Gedanken über den Umweltschutz machen. Kraftpapier hat ein natürlicheres Erscheinungsbild als andere Verpackungsarten. Dies ist ein weitere Vorteil von Kraftpapier.

4. Gast-Komfort

Die Auswirkung auf den Gast-Komfort hängt oft von der Perspektive des Gasts ab. Die Befürchtung steht im Raum, dass das braune Papier weniger edel wirkt als andere Verpackungsarten. Jedoch hat Kraftpapier in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen. Immer mehr Hersteller in allen Industrien nutzen Kraftpapier für Verpackungen und es wird zunehmend in Hotel-Designs integriert.

5. Kosten

Genauso wie weißes Papier, ist die Produktion von Kraftpapier teurer als die von Plastikverpackung. Daher kosten Amenities in Kraftpapier teilweise mehr als in konventionellen Verpackungen. Die Mehrkosten sind jedoch typischerweise gering im Vergleich zu den Vorteilen, die umweltfreundliche Amenities mit sich bringen.

Welche ist die richtige Amenity Verpackungsart für Ihr Hotel?

Welche Verpackungsart die richtige für Ihre umweltfreundlichen Amenities ist, hängt stark von den spezifischen Umständen Ihres Hotels ab. Unter anderem hängt es von der internen Müllentsorgung, der Lage des Hotels und dem Budget für Amenities ab. Hierfür gibt es keine schnelle einfache Lösung aber eine Abwägung der Vor- und Nachteile der verfügbaren Alternativen ist in jedem Fall hilfreich.

Elementura GmbH

Wallstraße 16
D-40878 Ratingen
Germany